Jurybegründung
This deeply humanistic story of despair and survival is told in a convincing animation technique and makes the viewers submerge in the flow of colours depicting the element of water. Based on real life story, this film conserves a memory, that should not be forgotten.
Special Mention
This film shows human hierarchy in a grotesque and daring artistic expression. Claymation is applied in a new and exciting performance showing the acting in a surprising, sometimes shocking way.
Jurybegründung
An honest, important and thought-provoking piece of filmmaking. We were particularly impressed by the maturity and boldness in this work by a young filmmaker. The naive aesthetic adds to its impact as it shifts unexpectedly from funny and light-hearted to aggressive. It feels sincere as it challenges the audience to experience this disturbing real-life event in an unflinching way.
Special Mention
This film stood out for its artistic beauty and incredible use of sound – which matches perfectly with the atmospheric imagery to create a powerful and thought-provoking experience for the viewer.
Jurybegründung
This film demonstrates a perfect relationship between picture and sound. It is energetic, confident and original with a clear and mature artistic vision. Well researched and thought through, it invites interpretation from its viewer and contains an intenseness which we all enjoyed.
Special Mention
This is a mischievous film, playfully chaotic with a great sense of childlike warmth twinned with humour.
Jurybegründung
Wir haben diesen Film als Gewinner ausgewählt, weil sich die Spannung sehr gut aufbaut. Wir wollten unbedingt wissen, wie der Film endet. Die Idee ist originell und lustig. Die Figuren sind realistisch und großartig dargestellt: Durch die Gestik und Mimik der Schweine sind die Emotionen besonders gut erkennbar. Die epische Musik und die imposante Kulisse stehen im Kontrast zu den süßen und pummeligen Schweinen. Die Musik verleiht der Animation auch etwas Abenteuerliches. Außerdem sind die Kameraperspektiven und Blickwinkel gut ausgewählt und unterstützen die Geschichte eindrucksvoll.
Special Mention
Wir haben uns für diesen Film entschieden, weil echte Alltagsgegenstände, die auf Reisen wichtig sind, in der Animation vorkommen. Die Geschichte ist außerdem sehr amüsant und kurzweilig. Was die Figuren im Urlaub erleben, können wir sehr gut nachvollziehen. Jede Figur hat eine eigene Vorstellung, wie es sein soll und das macht es unterhaltsam und lustig. Alles ist sehr schön gestaltet. Auch die Musik passt sehr gut zu den Situationen und untermalt die Geschichte. Die Musik ist ein echter Ohrwurm.
Jurybegründung
Driven by musical score we see the remains of human consumption. This brilliant executed animation manages to bestow these items with new dignity and a second identity.
Jurybegründung
This film – which cleverly mixes animation and documentary – made us discover Hungary on a personal but also on a broader social and historical level. This felt both dynamic and contemporary. We were guided through the film by distinct and engaging characters, who seduced us and made us complicit in their attempt to find freedom. All this was wrapped up in vibrant sound and visual design, which made the whole experience fun and entertaining.
Special Mention
An explosion of untamed creativity that felt alive with the possibilities of animation. It coherently explores mother relationships, while allowing for creative riffs and cosmic excursions.
Jurybegründung
In einer Zeit der schnellen, KI-gestützten Produktionen ist Harald Halibut ein analoger, kantiger Gegenentwurf: handgemacht, entschleunigt, mit starker visueller Handschrift. Die Mischung aus Spiel, Animation und Film schafft eine dichte Atmosphäre, die durch die Materialität der Welt und klassisch-filmische Inszenierung überzeugt.
Auch wenn die Jury sich mehr Gameplay und spielerische Freiheit gewünscht hätte, beeindruckt das Projekt als animierte Erzählung mit Haltung. Es stellt die Frage nach Zugehörigkeit, Zukunft und Menschlichkeit – und tut das mit viel Stil und Sorgfalt.
Ein Spiel, das durch seine Unkonventionalität auffällt und die Grenzen zwischen Medien gekonnt verschwimmen lässt.
Herzlichen Glückwunsch!
Special Mention
Mini Mini Golf Golf ist ein Spiel, das polarisiert – und genau darin liegt seine Stärke. Mit einem mutigen Genre-Mix, einer lauten Retro-Ästhetik und einer komplexen Struktur bietet das Spiel einen nicht ganz einfachen Zugang, bei dem der rote Fade nicht immer erkennbar ist.
Es spielt nicht nur mit Golfbällen, sondern auch mit Erwartungen. Eine Special Mention für den Mut zur Andersartigkeit!
Deutscher Animationsdrehbuchpreis
Preis für das beste deutsche Drehbuch für einen Animationslangfilm in Höhe von 2.500 Euro, gestiftet von den Animation Media Creators Region Stuttgart (AMCRS)
Fräulein Dezember und die Mondscheinbande
Drehbuch: Lisa Fechner
Produzent: Peter Keydel
Produktionsfirma: Mistral Film Studios GmbH
Jurybegründung
Wer hat Angst vorm Schattenmann, dem nächtlichen Kinderschreck? Auf jeden Fall nicht Fräulein Dezember, das ungewöhnlichste Kindermädchen seit Mary Poppins. Fast selbst noch ein Kind mit 15 Jahren, ist sie im Zirkus aufgewachsen. Als ihr Ziehvater stirbt, muss sie sich auf Arbeitssuche machen und eckt dabei in der „normalen Welt“ überall an. Als sie sich für den Job als Kindermädchen bewirbt, ist ihr nicht bewusst, mit welcher Familie sie es zu tun haben wird: Der Familie Mondschein. Schöner Name, dunkle Gestalten: Denn Herr Mondschein ist niemand anderes als der sagenhafte Schattenmann, der Schrecken aller Kinder, der ein besonderes Kindermädchen für seinen sehr besonderen 8-jährigen Sohn Raban benötigt. Die Herausforderung: Ihr Schützling darf das Haus nie verlassen! Gar nicht so einfach, denn Raban hat faustdick Magie hinter den Ohren und kann sich in buchstäblich in Rauch auflösen. Doch ausgerüstet mit einem Blasebalg, Zange und Zirkusakrobatik lernt sie es, ihren Schützling in Schach zu halten und sein Herz zu gewinnen. Eines Nachts taucht eine Bande von Dieben auf, die es auf ebendiesen magischen Blasebalg abgesehen hat. Sie wollen die Magie der Familie Mondschein stehlen – und zerstören… Doch sie rechnen nicht mit Fräulein Dezember!
Fräulein Dezember ist eine liebevolle, spannende und lustige Mary Poppins Geschichte, gepaart mit Magie und Gruselmomenten. Basierend auf einer italienischen Kinderbuchvorlage von Antonia Murgo ist es Lisa Fechner gelungen, die Dialoge frisch und dennoch mit Tiefgang zu gestalten. Die Handlung ist spannend, humorvoll, schräg und hat auch die nötige nostalgische Anmutung, die an Charles Dickens‘ Geschichten und an schräge Familien à la Wednesday und Hotel Transsilvanien erinnert.
Deutscher Animationsdrehbuchpreis
Preis für das deutsche Drehbuch mit dem größten internationalen Marktpotential, gestiftet von Sola Media in Höhe von 2.500 Euro
Nessie Junior
Drehbuch: Jens Opatz und Matthias Drescher
Produzent: Matthias Drescher
Produktion: FFL – Film und Fernseh-Labor Ludwigsburg GmbH & Co. KG
Jurybegründung
Die Geschichte vom kleinen Seeungeheuer Fin, das gemeinsam mit der 13-jährigen Kellina alten Geheimnissen um seine Herkunft auf den Grund geht, überzeugt mit Tiefgang, Emotionalität und einer starken Erzählweise. Die beiden Freunde entdecken nicht nur Verbindungen zwischen ihren Schicksalen, sondern stoßen auch auf eine historische Wahrheit rund um Loch Ness. Jens Opatz und Matthias Drescher erzählen dies mit Feingefühl und dramaturgischer Raffinesse.
„Nessie Junior“ greift universelle Themen wie Freundschaft, Identität, Familie und die Suche nach Heimat auf, die kulturell übergreifend berühren und weltweit relevant sind. Die Figur des Nessie ist international bekannt und weckt generationsübergreifend Neugier und Sympathie, besonders im Familiensegment.
Die kindgerechte und gleichzeitig vielschichtige Handlung wird getragen von starken, liebevoll gezeichneten Hauptfiguren. Besonders gelungen ist die parallele Konfliktauflösung, die die Schicksale von Fin und Kellina berührend miteinander verknüpft. Die mystische Kulisse der schottischen Landschaft sowie der Hauch von Magie schaffen visuell eindrucksvolle Momente mit hohem internationalem Reiz.
Abgerundet wird das Konzept durch charmanten, familienfreundlichen Humor. Erste vielversprechende Animationsdesigns machen ebenso große Lust auf den fertigen Film. Mit „Nessie Junior“ ist Jens Opatz und Matthias Drescher eine berührende, originelle und international anschlussfähige Geschichte gelungen, die das Potenzial zum weltweiten Publikumsliebling hat.
Trickstar Business Award
Gestiftet von Verband Region Stuttgart in Höhe von 7.500 Euro
SYNK von ThePack
CEO: Jan Hameeuw (Belgien)
Jurybegründung
Der Trickstar Business Award geht an Jan Hameeuw, CEO von ThePack, für das innovative Echtzeit-Content-Creation- und Workflow-Management-System SYNK.
Aus einem praktischen Bedarf heraus entstanden und bereits in hochwertigen Produktionen erfolgreich im Einsatz, bietet SYNK eine zukunftsweisende Lösung für die wachsenden Herausforderungen der Kreativbranche beim Übergang zu Echtzeit-3D-Produktionen. Durch die vielseitigen Funktionen und die nahtlose Integration von Echtzeit-Technologie verkürzt die Plattform Renderzeiten erheblich und ermöglicht reibungslose Zusammenarbeit über verschiedene Softwareumgebungen hinweg.
Ein zentrales Merkmal von SYNK ist die Möglichkeit für Animationskünstler*innen, weiterhin in ihren bevorzugten Programmen zu arbeiten. Lineare Workflows werden in effiziente, parallele Prozesse umgewandelt – ohne dass dafür tiefgehendes technisches Know-how oder kostspielige Infrastruktur erforderlich ist. Das führt zu sofortiger Visualisierung und schnellerer Iteration mit vielfältigen Einsatzmöglichkeiten.
Dieser innovative Ansatz ist für Fachleute in der gesamten Animationsbranche von großer Bedeutung – von großen Studios bis hin zu unabhängigen Agenturen – und versetzt selbst kleinere Teams in die Lage, auf dem globalen Markt konkurrenzfähig zu bleiben und gleichzeitig kreative Unabhängigkeit zu bewahren.
Die Jury würdigt, dass das Management-Team von ThePack die Anforderungen der heutigen, technologiegetriebenen Produktionswelt erkannt hat. Mit SYNK wurde ein Werkzeug geschaffen, das es Kreativen – auch ohne Vorkenntnisse in Echtzeit-Technologie – ermöglicht, schneller, kostengünstiger und in hoher Qualität zu produzieren. Eine bemerkenswerte und zukunftsweisende Leistung.