Grenzen(los): Von Grenzlinien und Transit-Räumen
80 Jahre Frieden in Deutschland und 75 Jahre gelebte europäischer Idee sind Errungenschaften, die unser Zusammenleben prägen: offene Grenzen, kultureller Austausch und eine Generation, die sich selbstverständlich als Europäer*innen versteht. Vor 35 Jahren fiel zudem die innerdeutsche Grenze durch die Wiedervereinigung – ein Meilenstein der Freiheit. Doch gerade heute, da nationalistische Strömungen global erstarken, gilt es, diese Werte eines friedlichen Europas zu feiern und kritisch zu hinterfragen.
Das Filmprogramm widmet sich dem Thema in vielfältigen Perspektiven: In „Airport“ wird das Kommen und Gehen auf einem Flughafen beleuchtet, in „Criss Cross“ werden Grenzen als Spielraum zwischen Nähe und Distanz inszeniert, während „Migrants“, eine tierische Parabel über Migration erzählt und „Borderlines“ politische und persönliche Demarkationslinien erkundet. Die Filme regen dazu an, über scheinbar Selbstverständliches nachzudenken: Schützen Grenzen unsere Identität – oder schränken sie sie ein? Können wir uns eine Welt ohne sie vorstellen, und was verlören wir dabei?
In Kooperation mit dem Staatsministerium Baden-Württemberg