Fr. 8.5.26

16:30–17:00

Kostenlos

Game Talk: Hochschule Darmstadt

Erwachsene German Animation

FISHY BUSINESS
Fishy Business spielt in einem luxuriösen, von den 1980er-Jahren inspirierten Restaurant, in dem sich mitten im Geschehen vier Mitglieder der Fisch-Mafia auf einer sehr wichtigen Mission befinden: Sie müssen ihren geliebten Cod Father retten, der brutal von niemand Geringerem als Pierre Pecheur entführt wurde, einem bösen französischen Koch. Durch seine Vergangenheit als Fischer hat er eine Obsession entwickelt, die von Hass auf die Unterwasserwelt getrieben ist. Um sich zu rächen, hat er sein Restaurant in eine puzzleartige Falle verwandelt, in der Hoffnung, die Mafia-Familie ein für alle Mal zu eliminieren. Dabei hat er jedoch die wichtigste Regel unterschätzt: In der Welt der Mafia – ob Fisch oder nicht – steht Familie immer an erster Stelle.
In der Präsentation berichten Studierende der Hochschule Darmstadt über die Entstehung von Fishy Business, einem 4-Spieler*innen Local-Co-Op-Spiel mit Plattform- und Puzzle-Elementen, das sich an Spieler*innen aller Alters- und Erfahrungsstufen richtet.
Das Spiel entstand im Rahmen eines Semesterprojekts. Die Präsentation behandelt den Designansatz, einschließlich World- und Character-Design, visueller Erkundungen der Spielumgebung sowie der allgemeinen künstlerischen Inspiration. Darüber hinaus werden die technischen Aspekte des Spiels sowie Level- und Game-Design kurz erläutert, mit besonderem Fokus auf den Trial-and-Error-Prozess, bestehende Einschränkungen und die entwickelten Workarounds, die die Produktion geprägt haben.
Abschließend werden Aspekte des Projektmanagements beleuchtet, darunter der Ansatz zur Koordinierung eines fünfköpfigen Teams sowie die wichtigsten Lernergebnisse.
Am Ende sind alle eingeladen, gemeinsam Rätsel zu lösen, niemanden zurückzulassen und vor allem – nicht gefangen zu werden!

HATE THE SIN
Hate The Sin ist ein narratives First-Person-Detektivspiel, in dem die Spielerin bzw. der Spieler die Rolle eines Priesters im amerikanischen Süden der 1910er-Jahre übernimmt. Ausgestattet mit heiligen Werkzeugen, göttlicher Autorität und einer Waffe besteht die Aufgabe darin, eine kleine Stadt zu „säubern“, indem ihre Sünder verurteilt werden. Über drei Runden hinweg werden zehn einzigartige Charaktere durch Dialoge und eine Reihe von Ermittlungswerkzeugen verhört, um ihre Geständnisse zu entwirren.
Das Spiel ist kein klassisches „Whodunit“-Detektivspiel. Statt nur herauszufinden, wer ein Verbrechen begangen hat, ist der Spieler oder die Spielerin gezwungen, die „Wurzeln“ zu beurteilen – die zugrunde liegenden menschlichen Schwächen, die zum Verbrechen geführt haben. Inspiriert von Papers, Please, Dantes Göttlicher Komödie und Tarantino-artigem Southern Gothic misst das Spiel den Erfolg nicht daran, wie schnell ein Fall gelöst wird, sondern daran, wie viel Zögern es auslöst. Es handelt sich hierbei um ein mechanisches Puzzle, das einen inneren moralischen Konflikt erzeugen soll und Einsicht sowie Anpassungsfähigkeit über schnelle Reaktionen stellt.
Letztlich untersucht das Spiel das zerstörerische Potenzial absoluter Autorität. Es entsteht ein Gameplay-Loop, der zunächst routiniert wirkt, jedoch kontinuierlich durch die unordentliche und subjektive Natur menschlicher Erfahrungen unterbrochen wird. Das Spiel versucht nicht, eine Haltung zur Religion vorzugeben; vielmehr versetzt es die Spielenden in die Rolle von Richter, Geschworenen und Henker und zwingt sie, sich dieser Verantwortung zu stellen. Durch eine einfache Benutzeroberfläche und eine vielschichtige Erzählung entsteht ein Raum, in dem eine zentrale Frage bestehen bleibt: Was definiert eigentlich eine Sünde, und wer hat tatsächlich das Recht, sie zu bestrafen?

Fr. 8.5.26

16:30–17:00

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Präsentationen